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Die Revolution in Ägypten lässt neben den Problemen undemokratischer autoritärer Regime eines offen zu Tage treten: die Konflikte der verschiedenen Aspekte amerikanischer Außenpolitik im Nahen Osten (und darüber hinaus). Prinzipien wie individuelle Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, die zumindest als ideologischer Überbau die Außenpolitik der USA legitimieren sollen, kollidierten hier mit regionaler “Realpolitik” – dem Schutz Israels und der Eindämmung Irans.

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“Home Children”

Australiens Premierminister, Kevin Rudd, hat sich heute offiziell für das Schicksal der schätzungsweise über 150.000 von Großbritannien aus in die neue Welt deportierten Kinder entschuldigt. Kanadas Regierung denkt nicht daran und schließt einen solchen symbolischen Akt aus.

Großbritannien hatte zwischen den 1860er und den 1930er Jahren im Rahmen ihrer sogenannten “migrant children policy” verarmte Kleinkinder (in manchen Artikeln ist die Rede bis zu 3-Jährigen) per Schiff und gegen ein Kopfgeld nach Australien und Kanada verkauft. Kanada kaufte diese Kinder damals für 2 Dollar pro Kopf. In Australien und Kanada angekommen, wurden die Kinder dann als Billigarbeiter ausgebeutet, lebten schließlich in Heimen und wurden nicht selten Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt. Weiterlesen »

Heute Morgen las ich diesen Artikel in der New York Times: “No Parade for Hans.” In dem Artikel schreibt Nicholas Kulisch, dass während amerikanischen Soldaten breite Unterstützung durch die amerikanische Bevölkerung zu Teil wird, die American soldierdeutschen Soldaten es schwer haben cn_bundeswehr_DW_Po_492619gjenseits der hohen Politik, Anerkennung für ihren Dienst zu bekommen. Der Autor schreibt, amerikanische Soldaten hätten ein “psychologisches Sicherheitsnetz” in ihrem Einsatz – deutsche Soldaten hingegen müssten damit klarkommen, dass die Deutschen in großen Teilen kein Verständnis für ihre Leistung übrig hätten. Weiterlesen »

Obama and der University of Notre DameDerzeit finden in den USA die commencements—die Abschlusszeremonien—an den Universitäten statt. Tradition will es, dass dabei Berühmtheiten die Hauptrede halten. Neben renommierten Persönlichkeiten aus den Medien, dem Showbiz oder der Wirtschaft, treten dabei auch Politiker auf. Barack Obamas Auftritte an der Arizona State University (ASU) und der University of Notre Dame, eine katholische Universität, haben dabei im Vorfeld für viel Aufruhr gesorgt. Weiterlesen »

Abtreibung und Außenpolitik

Abtreibung und AußenpolitikAuf den ersten Blick verbindet die Themen Abtreibung und Außenpolitik nur wenig. Außenministerin Hillary Clinton musste sich nun zu Abtreibung, einem der umkämpftesten Themen der amerikanischen Innenpolitik, in Verbindung mit der Außenpolitik der Obama Administration in einem Ausschuss äußern. Eine zentrale Frage, die sich Geschichts- und Politikwissenschaftler in diesem Zusammenhang stellen, ist inwiefern innenpolitische Debatten außenpolitische Entscheidungen beeinflussen. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass das 20. Jahrhundert zahlreiche Episoden bietet, die die Wechselwirkung zwischen nationalen Themen und internationaler Politik in Washington illustriert. Weiterlesen »

artobamaflagiIm September 2008, knapp zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl proklamierte Barack Obama: “We cannot only have a plan for Wall Street. We must also help Main Street”. Obama umriss damit seine Intention in der Krise nicht nur börsennotierte Finanzinstitute, sondern auch Industriestandorten und dem Mittelstand im amerikanischen Hinterland unter die Arme zu greifen. Immerhin wird eine Mehrzahl der Arbeitsplätze in den Regionen von lokaler Industrie und dem Mittelstand gestellt. Nur stellt sich die Frage, wann er denn endlich damit anfängt. Weiterlesen »

Galeano, Chávez und Obama

Barack Obama und Hugo ChávezLetzte Woche nahm Obama erstmalig auf dem OAS-Gipfel (Organization of American States) teil. Die von Washington im Vorfeld angekündigte Lockerung seiner Blockadepolitik gegenüber Kuba schien das dominierende Thema des Gipfels zu werden. Große Wellen schlug jedoch Obamas Aufeinandertreffen mit dem venezuelanischen Präsidenten Hugo Chávez. Vor allem das konservative Lager attackierte Obama scharf. Das Wall Street Journal wirft Obama vor, dass er mit seiner überfreundlichen Begrüßung Chávez helfe Propagandamaterial für den Venezuelaner zu produzieren und somit Oppositionsbewegungen in Venezuela sowie in anderen Regionen unterminiere. Weiterlesen »

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